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Programm

Samstag, 4. August 2018, 20.00 Uhr

Leonard Bernstein - Mass, Zweifel und der Wunsch nach Frieden

Ehemalige Abteikirche St. Maximin, Trier

Eintritt: 19/29/39 € inkl. VVK

Ohrensessel Konzerteinführung 18.30 Uhr,
St. Maximin-Schule mit Prof. Dr. Harald
Schwaetzer, Eintritt frei

Dima Orsho, Zelebrant
Soli Street People, Sänger

Rēzija Kalniņa - Regie 
Linda Kalniņa - Choreographie

Vocal Group Framest
Landesjugendchor Rheinland-Pfalz
Mitglieder des Landesjugendblasorchesters
Bassem Akiki, musikalische Leitung
Kammerfassung in engl. Sprache

Kyrie eleison – Herr, erbarme dich. Als Leonard Bernstein in den 1960ern Mass komponierte, war die Welt aus den Fugen: In Vietnam herrschte Krieg, Sex wurde ein öffentliches Thema und Frauen hatten es satt, von Männern bevormundet zu werden. Mass war wie ein Funke im Pulverfass, maßte sich Bernstein doch an, die amerikanische Gesellschaft mit einer simplen Geschichte zu kritisieren: Ein Zelebrant versammelt seine Gemeinde, die Street People. Er will eine katholische Messe feiern. Doch die wird unterbrochen durch Lebens- und Glaubenskrisen der Beteiligten, was sich in einer turbulenten Musik niederschlägt: Von der Gregorianik über Expressionismus, Zwölftontechnik, Jazz, Blues, Rock bis hin zu Musicalelementen tauchen viele Stile des 20. Jahrhunderts auf. Am Ende wollen alle nur eins: Frieden. Bernstein vertonte die lateinische Liturgie von 1962, verwendete für die glaubenskritischen Beiträge jedoch eigene und Texte des Broadwaykomponisten Stephan Schwartz. Das Konzept der Aufführung durch den Landesjugendchor basiert auf der Idee der lettischen Regisseurin mit sibirischen Wur­zeln Margo Zālīte, die Hauptrolle des Celebrant nicht wie von Bernstein vorgesehen mit einem Bariton, sondern mit einem Mezzosopran zu besetzen. Mit freundlicher Genehmigung des Leo­nard Bernstein Office in New York wird erstmals in der fast fünfzigjährigen Werkgeschichte der „Mass“ mit Dima Orsho eine Frau die Rolle des Celebrant interpretieren. Die in den USA lebende, syrische Mezzosopranistin ist auf den großen Konzertpodien der Welt zu Hause und wurde kürz­lich bei ihrem Debüt in der Elbphilharmonie vom Hamburger Abendblatt überschwänglich für ihre Gesangskunst gelobt, die „zum Schönsten gehört, was menschliche Stimmbänder so hervor­bringen können“.

Keine geringere als Jacqueline Kennedy, ehemalige First Lady der Vereinigten Staaten, vergab den Kompositionsauftrag an Leonard Bernstein. Die Premiere am 8. September 1971 war Teil der Eröffnungsfeierlichkeiten für das John-F.-Kennedy-Center for the Performing Arts in Washington. Erst 1981 wurde das Stück in der Wiener Staatsoper zum ersten Mal in deutscher Sprache aufgeführt.
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