Schlussakkord

Schlussakkord

Samstag, 03. Oktober 2020, 17.00 Uhr

Hohe Domkirche, Trier

22/32/42 €
Tickets

Glaubensbekenntnis und Lobgesang

15.30 Ohrensessel 
Konzerteinführung mit Prof. Dr. Harald Schwaetzer

Réka Kristóf, Sopran

Janja Vuletic, Mezzosopran
Tilman Lichdi, Tenor
Krešimir Stražanac, Bass
Trierer Domchor
Kathedraljugendchor Trier
Institutschor der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien
Philharmonisches Orchester der Stadt Trier
Musikalische Leitung:
Domkapellmeister Thomas Kiefer

Programm:    
Ludwig van Beethoven: Messe C-Dur op. 86
Felix Mendelssohn Bartholdy: „Lobgesang“ op. 52, Sinfoniekantate f. Soli Chor und Orchester

„Aber lieber Beethoven, was haben Sie denn da wieder gemacht“, soll sein Auftraggeber Fürst Esterházy nach der Uraufführung 1807 in Eisenstadt gesagt haben. Es ist sein erstes Werk für den Gebrauch im Gottesdienst und einmal mehr sprengt Beethoven gewissermaßen den Rahmen: Anders als man es von den Messen Haydns und Mozarts gewohnt war, hat die C-dur Messe einen durchaus symphonischen Gestus. Beethoven wollte, ganz im Geiste der Aufklärung, ein Werk schaffen, dass die rein liturgische Form der Messvertonung hinter sich lässt und viel stärker ethisch religiöses Glaubensbekenntnis wird. Und so ist die Messe in C-Dur, die gemeinhin als „kleine Schwester“ der berühmten „Missa Solemnis“ gilt alles andere als ein „Leichtgewicht“. 
„Eine Conclusio seines ganzen Schaffens“ nennt der namhaften Chorleiter und Dirigent Frieder Bernius Mendelssohns Sinfoniekantate „Lobgesang“, die gut 35 Jahre nach der Beethoven-Messe im Juni 1840 erstmals erklang. Der Rat der Verlags- und Messestadt Stadt Leipzig bereitete sich auf die 400-Jahr-Feier der Erfindung des Buchdrucks durch Johannes Gutenberg vor. Aus diesem Anlass erging ein Kompositionsauftrag an den Gewandhauskapellmeister Felix Mendelssohn Bartholdy. Dieser schuf eine Komposition, die zu seinen Lebzeiten rasch zu einem seiner populärsten Werke avancierte. In Charakter und Aufbau der berühmten 9. Sinfonie Beethovens nicht unähnlich, versteht es Mendelssohn durch vielfältige thematische Bezüge eine große Geschlossenheit von symphonischem und oratorischem Teil entstehen zu lassen.

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