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30.7.
Sa, 22 Uhr Rokokosaal, Kurfürstliches Palais, Trier 34/39 € inkl. VVK
J. S. Bach
Goldbergvariationen
Jean Rondeau, Cembalo Espressoeinführung Präsentiert von In Zusammenarbeit mit der
Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion Hotelpartner

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Jean Rondeau, Cembalo

Die Legende um die Entstehung der berühmten Goldbergvariationen könnte nicht origineller das Festivalmotto und das des Kultursommers miteinander verweben. Der russische Gesandte in Dresden, Hermann Carl Graf von Keyserlingk, der Bachs Bemühungen um die Ernennung zum „Kurfürstlich Sächsischen Hofcompositeur“ maßgeblich unterstützte, litt an Schlafproblemen. Er bat Bach um eine angenehme Musik zum Zeitvertreib, damit er „in seinen schlaflosen Nächten ein wenig aufgeheitert werden könnte“. Bach schrieb daraufhin seine Variationen (BWV 988), die von Keyserlingks Kammermusicus und Bach-Schüler Johann Gottlieb Goldberg des nachts in einem Vorzimmer zu Keyserlingks Gemächern auf dem Cembalo gespielt worden sein sollen. Diese sogenannten Goldbergvariationen gelten als absoluter Höhepunkt barocker Variationskunst, sind sie doch keine zufällige Aneinanderreihung von 30 Variationen. Vielmehr folgen sie einem klaren architektonischen Plan, der die Spannung kontinuierlich bis zur dreißigsten Veränderung steigert. Erst hier kehrt Bach zur ursprünglichen Aria zurück. Schlaflos wäre Graf von Keyserlingk sicherlich bei Jean Rondeaus Interpretation der Goldberg-variationen geblieben, gilt der 1991 geborene Franzose, der am berühmten Pariser Conservatoire Klavier, Cembalo, Orgel, Generalbass und Jazz studierte, als einer der weltweit gefeierten und preisgekrönten Virtuosen an seinem Instrument. „[…] wenn er erst einmal am Instrument sitzt, werden er und das Cembalo eins“, schwärmt die Washington Post.