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24.9.
Sa, 20 Uhr Bibliothek des Priesterseminars, Trierethoven: 9. Sinfonie d-Moll op. 125 49 € inkl. VVK Texte von Marcel Proust
Musik von Ravel, Hahn,
Debussy, Satie, Saint-Saëns u.a.
Heikko Deutschmann, Rezitation
Ulf Schneider, Violine
Jan Philip Schulze, Klavier
Präsentiert von

Auf der Suche
nach der verlorenen Zeit

„Auf der Suche nach der verlorenen Zeit“, kaum ein Titel könnte treffender für unsere hektische und rastlose Zeit sein, in der noch dazu durch eine Pandemie viel verloren gegangen zu sein scheint. Auf über 4000 Seiten, in sieben Bänden und in sich mitunter schier endlos verzweigenden Sätzen entwirft Marcel Proust unter Verwendung von Bausteinen aus seiner eigenen Biografie einen grandiosen, epochalen literarischen Kosmos. Prousts Werk beeinflusste mit der ungeheuren Genauigkeit der Beobachtung die Philosophie, die Medizin und die Neurowissenschaften. Auf der Suche nach der wahren Erinnerung kommt Proust zu der Erkenntnis, dass die wahre Erinnerung nur eine Unwillkürliche ist, eine Art Déjà-vu. Nur dort meint er, sei wahre Empfindung verborgen. Dabei schreibt Marcel Proust der Musik noch vor allen anderen Künsten die Fähigkeit zu, das Unsagbare zu erfassen und auszudrücken, so zum Beispiel in einer Sonate seines fiktiven Komponisten Vinteuil. Sie enthält eine „kleine Phrase“, die die Romanfigur Charles Swann stets aufs Neue an seine große Liebe Odette de Crécy erinnert – ein Leit- und Erinnerungsmotiv, dessen unerklärlicher Zauber in diesen Tönen ein „Refrain des Glücks“ ist, selbst als diese Liebe längst erloschen ist.
Der Geiger Ulf Schneider studierte Violine in Hannover, New York und Berlin und ist als Solist und Kammermusikpartner weltweit gefragt. Jan-Philip Schulze hat wie auch Ulf Schneider eine Professur in Hannover und trat als gefragter Liedpartner u.a. mit Jonas Kaufmann, Juliane Banse, Violeta Urmana in den großen Musikzentren und bei Festivals in aller Welt auf. Der renommierte Schauspieler Heikko Deutschmann entführt das Publikum mit Episoden aus der „Recherche“ in die Welt von Marcel Proust. Dazu erklingt Musik von Debussy, Hahn, Satie u.a. Ein Programm wie geschaffen für die schönste Bibliothek in Trier.